Mein Glubb Nämberch und ich

Mein Glubb Nämberch und ich

Dienstag, 15. Oktober 2013

Das ultimative Chaos blieb aus - JHV beim Glubb

Gestern war es endlich soweit - JHV vom Ruhmreichen in der Meistersingerhalle. Was malte man sich im Vorfeld bereits alles aus? Viele dachten, es würde richtig rund gehen und es würde heftige verbale Schlagabtäusche geben; jedoch wurden die 1313 anwesenden Mitglieder eines Besseren belehrt. Die Versammlung an sich lief eigentlich relativ gesittet ab, obwohl der Glubb mal wieder in einer Krise steckt. Kein neuer Trainer, ein AR-Vorsitzender, der seinen Mund nicht halten konnte, das leidige Thema Viagogo usw. usw.

Aber fangen wir von vorne an. Veranstaltungsbeginn war eigentlich für 18.30h angedacht, da der Andrang dermaßen groß war, musste man später beginnen, damit auch alle Anwesenden der Versammlung folgen konnten. Wie jedes Jahr gab es einen Gutschein für ein Freigetränk und die obligatorischen Wienerle oder eine Breze. Da das Catering erfahrungsgemäß absolut nicht planen kann, waren aber die lauwarmen Würschtel schon sehr früh am Abend aus. The same procedure as every year... Im Übrigen wäre es doch mal eine tolle Geschichte, wenn man in Franken 3 im Weggla und ein 0,5l Seidla an die Mitglieder austeilen würde; nur mal so als kleiner Hinweis.

Die Halle war für Glubb-JHV-Verhältnisse rappelvoll allerdings wäre auf den Balkonen noch Platz gewesen - aber gut, jeder hat sich einen Platz gesucht und das Spektakel begann.

Die ersten 4 TOP waren recht schnell abgehandelt und erst bei TOP 5 wurde es interessant. Der Vorstand in Form von Martin Bader und Ralf Woy sprach sich über das vergangene Geschäftsjahr aus. Finanziell stimmt es beim Glubb und wir sind schuldenfrei. Auf die Frage, wie es denn nun mit einer Vertragsverlängerung zwischen dem FCN und Viagogo aussähe, antwortete der Finanzvorstand lediglich "Aktuell gehen wir nicht davon aus, dass es mit Viagogo nach Ablauf des Vertrags weitergeht".
Das ist für mich nichts Halbes und nichts Ganzes. Eine mehr als schwammige Aussage, lieber Herr Woy. Ihm muss man übrigens zugute halten, dass sich seine Gesichtsfarbe, im Gegensatz zur letztjährigen JHV, während der gesamten Veranstaltung nicht sonderlich geändert hat :-)

Martin Bader ist noch immer auf der Suche nach einem geeigneten Trainer und weil er den besten für den FCN möchte, dauert die Suche auch so lange. Nach der Aussprache des Aufsichtsrates beantragte ein Mitglied per Dringlichkeitsantrag, Klaus Schramm seines Amtes zu entziehen, weil er den Glubb mit seinen Aussagen bezüglich Christian Gross öffentlich blamiert und seine Schweigepflicht verletzt habe. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Schramm entschuldigte sich vor den Versammelten und gestand seinen Fehler ein allerdings war die Aussage, er habe rein aus der Emotion gehandelt, wohl eher nicht so toll. Oder darf ich jetzt künftig rein aus der Emotion heraus Bengalos zünden oder andere lustige Dinge, die verboten sind, tun? Naja, das Schramm den Mut hatte, sich bei den Mitgliedern zu entschuldigen, rechne ich ihm sogar hoch an allerdings hätte es authentischer ausgesehen, wenn da nicht ein ehemaliger Radioreporter seinen Mund dazu aufgemacht hätte, um Schramm zu verteidigen. Die Aussprache zu den Berichten zog sich etwas in die Länge, sodass ich die Zeit lieber vor der Halle verbracht habe.

Die beiden Vorstände und der bis dahin bestehende Aufsichtsrat wurden mehrheitlich entlastet und dann standen auch schon die Wahlen vor der Tür. 10 Kandidaten stellten sich vor - der eine besser, der andere schlechter. Wirklich emotional waren nur wenige Reden. Die meisten sind mir nicht im Gedächtnis geblieben,weil sie irgendwie nur herunter geleiert wurden. Die meiner Meinung nach wichtigste Rede hielt unser Fan-Aufsichtsrat Ralf Peisl - schon während seiner Rede gab es ständig Zwischenapplaus und das nicht nur von der jüngeren Generation. Der liebe Festzeltwirt Stahlmann redete sich selbst um Kopf und Kragen. Wer andere Kandidaten in ein schlechtes Licht zu rücken versucht, braucht sich nicht wundern, wenn es während seiner Vorstellung zu einem Pfeifkonzert kommt. Die Quittung bekam Stahlmann dann auch prompt, als seine Amtszeit nicht verlängert wurde. Nach den Vorträgen der Kandidaten durften die Mitglieder ihnen noch Fragen stellen. Da bleibt mir ein junger Mann, der Stahlmann auf die Geschichte mit dem Bayernspiel angesprochen hatte, in Erinnerung. Nachzulesen ist die Story, die die Gemüter der Fans erhitzt hatte, hier. Stahlmann redete sich in Rage und am Ende meinte er lediglich, er könne in seinem Zelt tun und lassen, was er wolle. Wenn das mal nicht sein Genickbruch für die Wahl gewesen ist...

Offizielles Wahlergebnis



Apropos Wahl: Ralf Peisl fuhr ein fulminantes Wahlergebnis ein. Mit 850 Stimmen wurde er für weitere 3 Jahre in den Aufsichtsrat gewählt!!! Das zeigt wohl allen, dass Ralf für die Fans wertvolle Arbeit geleistet hat und die Mitglieder ihm auch weiterhin ihr Vertrauen schenken. Mit ihm wurden Manni Müller und Hanns-Thomas Schamel ebenfalls für 3 Jahre gewählt. Als Ersatzmitglied für Herrn Wübbenhorst wählten die Mitglieder Sigi Schneider für 1 Jahr in den Aufsichtsrat. Alles in allem ein Ergebnis, dass wirklich zufriedenstellend ist. Vielleicht hat nun auch der Letzte Moserer erkannt, dass Anwalt für Strafrecht der legitime Beruf von Ralf Peisl ist oder wie wollen sich die Leute sonst diese unglaublich tolle und hohe Stimmenanzahl erklären? Ralf wird auch in der kommenden Amtsperiode Ansprechpartner für die Fans sein und ihnen sein Gehör schenken und die Anliegen von uns Fans in den Aufsichtsrat transportieren. Danke, für alles, Ralf!!!
Danke, für alles, lieber Ralf!
Nach den Wahlen leerte sich die Halle recht schnell, sodass die letzten Punkte, zügig abgehandelt werden konnten und wir dann auch gegen ca. 1 Uhr morgens die Veranstaltung verließen. Draußen gab es dann zur Feier des Tages noch lecker Cider, Bier, Wasser und Brezen.

Einen Fanvertreter in den Aufsichtsrat zu bringen, ist zwar nicht leicht aber wenn man es geschafft hat, merkt man doch, dass selbst der Vorstand und die anderen AR-Kollegen sehen, dass wir Kurvengänger eigentlich auch nur ganz normale Menschen sind, denen der Glubb unheimlich viel bedeutet und wir alle nur das gleiche Ziel haben - nämlich den Glubb nicht wieder dorthin zu bringen, wo er in den früheren Skandaljahren gesteckt hat.

Am Samstag geht es wohl noch ohne neuen Trainer zur Eintracht nach Frankfurt. Lassen wir uns überraschen, wie der Ruhmreiche dort wieder mit unseren Nerven spielt :-)

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Nachtrag zu Christian Gross

Hier noch ein Nachtrag zur Person Christian Gross. Der Sportchef der Basler Zeitung, Marcel Rohr, erzählt Einiges über den Charakter des Trainers und das, was ich da so höre, finde ich schon recht positiv. Über das, was unser werter AR-Vorsitzender von sich gegeben hat, bzw. sein dämliches Verhalten bezüglich der Trainersuche, brauche ich mich ja nicht mehr auszulassen. Das kann man zu genüge im Glubbforum und auch unter diversen Zeitungsartikeln als Kommentare lesen. Bis zur JHV am Montag sollte allerdings endlich ein Trainer für unsere Herren Profis feststehen. Allerdings bezweifel ich, dass dem werten Herrn Schramm die Ehre, den neuen Trainer verkünden zu dürfen, zuteil wird :-D

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Interview mit Sport 1.fm

Wie es vorauszusehen war, ist Michael Wiesinger seit Montag Geschichte als Trainer unserer Profis. Viele Namen wurden in den Raum gestellt, u.a. auch der unvermeidliche Loddar, den man angeblich am Valze aus der Geschäftsstelle kommend, gesehen haben will. Labbadia wurde angeblich auch gesichtet. Wahnsinn, wer sich da so plötzlich alles am Valze tummelt, wenn mal wieder ein Trainer gehen muss. Mittlerweile hat sich heraus kristallisiert, dass wohl Christian Gross das Rennen macht und unseren Ruhmreichen aus dem Schlamassel retten soll. Meine Meinung zu der Thematik könnt ihr euch hier anhören. Sport1.fm hat mich und Alex Endl von Clubfans United zum Interview gebeten. 
Mit meiner Meinung über unseren Kapitän stehe ich im Übrigen nicht alleine da. Lest euch mal den aktuellen Ya Basta Blog oder auch diesen Kommentar im Spiegel durch. 

Ein Schelm, der Böses denkt. Ich denke mal, im Laufe des Tages werden wir schlauer sein und endgültig wissen, wer sich mit Schäfer & Co. anlegen wird oder auch nicht. Auf jeden Fall können wir uns auf eine interessante JHV freuen.

In diesem Sinne: DER FCN, DAS SIND NUR WIR!

Montag, 7. Oktober 2013

Die Liebe ist ein seltsames Spiel oder Masochismus aus Leidenschaft

Unter Masochismus versteht man die Tatsache, dass ein Mensch (oftmals sexuelle) Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, dass ihm Schmerzen zugefügt werden oder er gedemütigt wird.
Quelle: Wikipedia

Als Glubbfan muss man Masochist aus Leidenschaft sein. Anders kann man die Liebe zu diesem Verein nicht ertragen und leben. Wenn es in einer Partnerschaft bzw. Beziehung kriselt, besteht die Möglichkeit, eine Paartherapie zu besuchen. Aber was tut man, wenn der Glubb die Treue und Liebe der Fans aufs Extremste in Frage stellt? Hierfür gibt es leider keine Therapie. Man muss mit dem Schmerz und der Enttäuschung leben. Eine Arte Selbsthilfegruppe gibt es dann quasi in den verschiedensten Fanclubs, Gruppierungen und Freundeskreisen. Man ist dort unter Gleichgesinnten und erträgt gemeinsam das harte Schicksal. 

Versteht mich nicht falsch - mit dem Glubb hat man auch wunderschöne Zeiten. Nur leider überwiegen die negativen Aspekte in dieser Beziehung. Klar, man könnte einfach sagen, leck mich doch am Bobbers, der Glubb is mir ab sofort wurscht. Aber können wir das wirklich? Also ich könnte das definitiv nicht. Ohne den Glubb würde ein riesiger Bestandteil meines Lebens fehlen. Ja, wir sind eine Fahrstuhlmannschaft, wir mussten schon etliche Abstiege, perverse Niederlagen und diverse Skandale miterleben. Wie oft mussten wir uns schon in der Arbeit oder Schule verarschen lassen, weil der Glubb mal wieder Mist gebaut hat? Und wie oft haben wir unsere große Liebe trotz allem verteidigt? Aber ist es nicht genau das, was uns als Glubberer und auch den Glubb ausmacht? Ganz ehrlich, wäre ich Fan eines Vereins wie den Roten aus dem Süden oder den Schwarz-Gelben, dann würde mir der Fußball keine Freude mehr machen. Wo blieben denn da die Überraschungen? Wo bliebe die Vorfreude, evtl. in Europa spielen zu dürfen? Wenn man das Jahr für Jahr miterlebt, ist es doch nichts Besonderes mehr. Wenn wir absteigen, freuen wir uns darauf, bald darauf wieder im Oberhaus mitspielen zu dürfen. Wir feiern selbst den Nichtabstieg. Ja, wir Franken sind schon ein eigenes Volk für sich. Aber eben ein Volk mit besonderem Charme und einer ganz großen Prise Masochismus. Wir lieben, leben und leiden mit unserem Glubb. Jahr für Jahr, Woche für Woche. Nach dem gestrigen Desaster war selbst ich fassungslos. Und das heißt wirklich was. Wiesinger wird wohl nicht mehr lange am Valznerweiher bleiben. Wobei die Schuld für das Versagen nicht nur bei ihm zu suchen ist. Wenn man die Einstellung mancher Spieler sieht, dann könnte man den ganzen Tag oralen Auswurf von sich geben. Aber leider kann man keine gesamte Mannschaft zum Teufel jagen. Wir müssen die Beziehung, mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, kitten. Womit wir wieder bei der Therapie wären. Warum tritt ein Kapitän die Jungs nicht einfach mal kräftig in den Hintern, wenn scheinbar das Trainergespann nicht an sie heran kommt? Warum gehen Profis nach solch einer katastrophalen Leistung lächelnd vom Platz? Wer heilt die gebrochene Fan-Seele? Fragen über Fragen und doch keine Antworten. 

Selbstverständlich werde ich am 19.10. zum Auswärtsspiel nach Frankfurt fahren und natürlich werde ich auch die restlichen Heim- und Auswärtsspiele der Saison besuchen. Auch, wenn mir momentan weh ums Herz ist und ich den Glubb eigentlich nicht sehen mag. Aber es geht nun mal nicht mit ihm und auch nicht ohne ihn. Ja, die Liebe ist ein seltsames Spiel. So hieß es schon in einem alten Schlager. Und die Liebe zum Glubb ist manchmal gar ein grausames Spiel. Doch wer sich diesem Spiel mit Leib und Seele verschrieben hat, der kann dem nicht entfliehen.

FCN - eine Liebe, die ein Leben hält!

Montag, 23. September 2013

Datei "Gewalttäter Wies´n"

Als ich heute Facebook durchstöbert habe, stach mir gleich ein Artikel der Augsburger Allgemeinen ins Auge. Auf dem Oktoberfest schien es ja bereits am ersten Tag richtig rund zu gehen. Das war für mich Grund genug, dem lieben Herrn Herrmann mal eine Email zu schreiben. Dies geschah jetzt ganz spontan und man möge mir eventuelle Fehler verzeihen. Vielleicht mag sich ja der ein oder andere anschließen und unserem werten Innenminister die Meinung geigen. Ich hab mal an diese beiden Adressen geschrieben.

minister@stmi.bayern.de
joachim.herrmann@csu-bayern.de

Wohl wissend, dass er die Mails natürlich nicht persönlich liest aber es war mir jetzt einfach ein Bedürfnis. Hier der Text, den ich abgeschickt habe. Lassen wir uns überraschen, ob überhaupt eine Reaktion folgt.

Guten Tag, Herr Herrmann,

mir ist durchaus bewusst, dass diese Email nicht an Sie persönlich geleitet wird aber irgendwie muss ich ja meinen Unmut äußern. Lesen Sie sich doch bitte mal beigefügten Artikel aus der Augsburger Allgemeinen durch.


Schon am ersten Wies´n Tag wurden nicht wenige Straftaten begangen. Leider entrüsten sich die Politiker in den Medien aber nicht darüber. Nein, im Gegenteil. Das wird halt einfach mal so hingenommen, weil das auf dem Oktoberfest eben so ist. Mir wurde zugetragen, dass auf dem Oktoberfest keine USK Beamten eingesetzt werden. Warum ist das so? Schließlich werden hier regelmäßig nicht unerhebliche Straftaten begangen? Warum stürmt hier das USK nicht in die Zelte und weist die Täter mit Pfefferspray und Schlagstock zurecht?
Beim Fußball ist das scheinbar vollkommen normal. Jedes Wochenende müssen wir Fußballfans Angst vor der Polizei haben, die jeden Moment austicken könnte. Ich selbst als Unbeteiligte durfte schon mehrfach Bekanntschaft mit der Allzweckwaffe Pfefferspray machen. Können Sie mir erklären, warum hierbei mit zweierlei Maß gemessen wird? Gibt es nun künftig eine Datei "Gewalttäter Wies´n"? Wird es "Wies´n Verbote" für mindestens 3 Jahre geben? Nicht zu vergessen, Stadtverbote und Meldeauflagen für die Täter. 
Der Vergleich mit dem Oktoberfest und dem jährlichen ZIS Bericht ist leider nun mal der treffenste Vergleich und daher bringe ich diesen auch an. Wie uns allen bekannt ist, passiert in einer gesamten Bundesligasaison wesentlich weniger als in den zwei Wochen Oktoberfest. Warum gibt es hier von Seiten der Politik keinen Aufschrei? Nein, den gibt es immer nur, wenn sich die bösen Fußballfans daneben benehmen. Ist schließlich auch medienwirksamer. Ich wäre Ihnen äußerst dankbar, wenn Sie sich mal mit der Thematik genauer befassen würden und die rosarote Wies´n Brille absetzen würden. Des Weiteren sollte man sich einmal überlegen, wie hoch die Anzahl der Verletzten auf dem Oktoberfest wäre, würde man statt normaler Polizisten das USK einsetzen.
Unsere Stadien sind sicher. Gefährlich wird es nur, wenn das bayerische USK anrückt. Das USK und auch die anderen gewalttätigen Polizisten sind der Grund, warum Menschen Angst in den Stadien haben! Auf die Wies´n würde ich mich nicht trauen. Schließlich muss man da täglich befürchten, Opfer einer Straftat zu werden. Aber das kümmert scheinbar weder Sie noch Ihre Kollegen... Wichtig scheint nur, dass man Fußballfans jederzeit diffamieren kann und ihnen jegliche Freiheiten raubt. Da ist dann regelmäßig die Rede von "Kriegsschauplätzen" und "neuen Dimensionen der Gewalt". Ziehen Sie endlich Ihre Prügelknaben zurück und Sie werden sehen, dass es beim Fußball im Vergleich zum Oktoberfest und auch anderen Volksfesten friedlich zugeht.

Kleinere Scharmützel gab und wird es immer geben. Das geschieht aber auch in unseren Schulen. Gibt es eigentlich eine "Datei Schulhofschläger"? Vielleicht sollte man solch eine Datei ebenfalls einführen. Schließlich gibt es auf unseren Schulhöfen und auch in den Klassenzimmern regelmäßig Prügeleien. Oder sollte man das USK vielleicht mal dort positionieren? Werter Herr Herrmann, Gewalt ist kein Problem des Fußballs. Nur in diesem Zusammenhang wird sie extrem aufgebauscht. Ist ja für den Wahlkampf auch sehr praktisch...  
Hören Sie endlich damit auf, uns Fußballfans zu pauschalisieren und vor allem zu kriminalisieren! Es gibt wichtigere Dinge, um die man sich in diesem Land kümmern sollte.

Ich bin sehr gespannt, ob ich eine Antwort Ihrerseits erhalten werde. Wobei meine Hoffnung in diesem Fall durchaus gering ist. Wenn Sie das nächste Mal das Oktoberfest besuchen, passen Sie auf sich auf. Schließlich muss man dort ja quasi um Leib und Leben fürchten. Ich werde den weiteren Verlauf des Oktoberfestes und der dort durchgeführten Straftaten weiterhin verfolgen. Werden Sie das auch tun? Ich wage dies dezent zu bezweifeln. 

Es grüßt

Tamara ...
Fußballfan und keine Gewalttäterin

Montag, 16. September 2013

Heute mal ein Gastkommentar von Stefan W.


Mein Glubb, Nämberch und ich. Das steht für mich aber auch für meine Freunde. Der Blog wurde im Freundeskreis geboren und daher ist es für mich natürlich sehr erfreulich, wenn sich jemand hinsetzt und einen Gastkommentar verfasst. Hier nun quasi die Premiere des Stefan W.:

Der 5. Bundesligaspieltag ist vorbei und unser Verein steht bereits jetzt schon mit dem Rücken zur Wand. Kläglich, ja sogar beschämend ist das Spiel des 1.FC. Nürnberg mit anzusehen. Die Mannschaft lässt zum wiederholten Male alles vermissen, was den Spaß, ein Fußballspiel zu besuchen, ausmachen sollte. Charakter, Leidenschaft, Kampf, Spielwitz, Einsatz, Technik oder taktische Einstellung - sind vom FCN momentan soweit entfernt, wie die Sonne vom Mond oder unsere Defensivabteilung von den gegnerischen Offensivkräften. Schon in München war auffallend, dass ausgerechnet die technisch versierten Spieler des Gegners unheimlich viel Raum bzw. Platz in der FCN-Hälfte hatten! 

Gestern konnten sich die Braunschweiger beim Gegentor den Ball im Strafraum so lange quer legen, bis die Schussbahn frei war. Gegen Augsburg schaffte es die Mannschaft immerhin nach mehr als einer Stunde den ersten Eckball zu erkämpfen, während der Gegner bis zu diesem Zeitpunkt schon sechs davon hatte.  Erschreckend ist der Zustand der Mannschaft, die nach fünf (!!) Spieltagen bereits körperlich und mental erschöpft wirkt. Die Mannschaft, die absolut ideenlos wirkt und von einem Aufsteiger vorgeführt wurde, lässt nichts Gutes für die nächsten Spiele erwarten. Erschreckend sind zudem auch die technischen Defizite bei der Ballannahme; ein Direktspiel ist daher so gut wie unmöglich. Man braucht kein Fußballexperte sein, um dies zu erkennen und daraus seine Schlüsse zu ziehen. Schlimm nur, dass sich diese Situationen in Nürnberg regelmäßig wiederholen und man die Zeichen eigentlich nicht deuten kann. Schon in der Saison 2005/06 hatte man durch den damaligen Trainer W. Wolf eine Hinrunde gespielt, die nicht zu ertragen war und auch die Spiele unter M. Oenning in der Spielzeit 2009/10 waren alles andere als Fußball auf Erstliganiveau. Die Trainer H. Meyer und D. Hecking haben damals das Ruder nach einem Trainerwechsel aus einer ausweglosen Lage nochmals herum gerissen. Wird das nun wieder funktionieren?

Danke an Stefan, dem es ein Bedürfnis war, sich verbal aber höflich auszukotzen. Ich selbst habe dem Ganzen eigentlich nicht besonders viel hinzuzufügen. Meine gestrigen Highlights waren lediglich das schöne oldschool Stadion der Braunschweiger Eintracht und das tolle Wetter. Leider muss ich schon wieder gestehen, dass Schäfer den Glubb gerettet hat. Sonst hätte das Spiel auch ganz anders ausgehen können. Ich hoffe inständig, dass man die Zeichen der Zeit erkennt und schnell handelt. Das Trainergespann scheint einfach nicht an die Mannen auf dem Rasen heran zu kommen und das spiegelt sich ja an der nicht vorhandenen Leistung wider.

Montag, 9. September 2013

Momente, die man nie vergisst - Glubb zu Gast bei Rapid

Viele haben diesem Spiel schon seit Jahren entgegen gefiebert. Am 07/09/13 war es dann endlich so weit. Der Ruhmreiche trat bei Rapid Wien zum Freundschaftsspiel an. Ich bin eigentlich noch immer total geflashed von diesem unglaublich phänomenalen Tag in Wien. Dennoch versuche ich, einige Eindrücke dieses Spektakels wieder zu geben.

Gegen 10.30h traf unsere Reisegruppe in Wien ein und ein Teil von uns machte sich direkt in Richtung Hanappi Stadion auf. Dort deckten wir uns im Zielkauf erstmal schön mit Leberkäs-Weggla und leckerem Gösser Radler ein. Wie vermiss ich die guten alten Zeiten, in denen Dosenbier zur Grundausstattung gehörte. Scheiß Pfandsystem in Deutschland...

Nun ja, weiter geht´s. Maddin und ich machten es uns mit ein paar anderen Leuten vor dem Pub am Stadion gemütlich und warteten auf die Ankunft des Sonderzugs. Die Wiener Staatsmacht positionierte sich in nicht unerheblichen Mengen im Stadionbereich. Warum man an solch einem Tag, der eigentlich im Zeichen der Freundschaft stand, ein enormes Polizeiaufgebot auffuhr, sollten wir nach dem Spiel noch schmerzlich erfahren... 




Mit einiger Verspätung traf dann der Sonderzug von Ultras Nürnberg im Hütteldorfer Bahnhof ein. Lautstarke Gesänge und Unmengen an Pyrotechnik machten die Ankunft perfekt. Spätestens jetzt wurde jedem bewusst, dies würde ein denkwürdiger Tag werden. Gemeinsam mit den Rapidlern machte sich der Tross auf in Richtung Pub, wo man die Stunden vor dem Spiel noch gemütlich miteinander verbrachte, ehe man dann in den Gästesektor ging.













Dort wurde man dann mittels eines Graffitis an einer Hauswand begrüßt. Ob das tatsächlich für uns bestimmt war, sei mal dahin gestellt. 




Hier und da begrüßte man dann natürlich auch noch etliche Gesichter, die man vor dem Spiel noch gar nicht gesehen hatte und dann machten wir es uns erstmal im Gästeblock gemütlich. Da der Sommer in Österreich noch nicht vorbei ist, bevorzugten wir anfangs einen Platz im Schatten. Glubb mal wieder international - da wartete natürlich jeder darauf, dass es schön rauchte und qualmte. Das Zischen beim Entzünden der Bengalos ist einfach ein geiles Geräusch und ließ auch nicht lange auf sich warten. Vom Spiel selbst sah man nicht wirklich viel aber gut, das war ja auch absehbar. Fast die gesamten 90 Minuten wurde gefackelt, gesungen und geklatscht. Absolut überragend! Und man stelle sich vor: niemand wurde verletzt und es schritten auch keine Ordner oder Polizisten ein. Klingt komisch, ist aber so. Die Freundschaft zwischen den beiden Klubs wurde von beiden Seiten absolut emotional zelebriert und selbst ich bekam dann in der Rapid-Viertelstunde Gänsehaut. Das Gefühl, in diesem Block zu stehen, die Freude auf den Gesichtern der mitgereisten Glubberer zu sehen - einfach unbeschreiblich. Gefühle für die Ewigkeit - Momente, die man nie vergisst! Fußball und Emotionen pur. So sollte es immer sein! 











Ach ja, wie schon erwähnt, ging es ja eigentlich um Fußball. Der Glubb gewann das Match 3:1. 

Nach dem Spiel gab es noch eine besonders herzergreifende Überraschung. Tobi, der seit einem schweren Unfall im Rollstuhl sitzt, durfte mit eben diesem auf den Rasen und ließ es sich nicht nehmen, unter Standing Ovations in die Kurve zu kommen. Schon wieder so ein Gänsehaut-Moment...





An dieser Stelle möchte ich euch auch gleich auf die diesjährigen Soli-Tag für Tobi hinweisen. Wäre schön, wenn der ein oder andere sich blicken ließe. 




Nach diesen spektakulären 90 Minuten feierte man dann wieder in bzw. vor dem Pub am Stadion. Die Wiener Staatsmacht wusste die Feierlichkeiten aber ganz genau zu unterbrechen bzw. diesen tollen Tag zu zerstören und tat, was sie immer tut, wenn Langeweile aufkommt.... Hier bleibt nur zu sagen: ich wünsche euch vorab einen schönen 13.12.!!!

Die Jungs und Mädels vom Sonderzug machten sich gegen 21h wieder auf in Richtung Bahnhof. Wir Busfahrer blieben dann noch im Pub bzw. in diversen Lokalitäten rund ums Stadion, bevor unsere Busse mit Verspätung ankamen, um uns abzuholen.
Während wir warteten, fuhr eine Streife vorbei. An und für sich kein Problem, wenn denn der Beifahrer nicht hämisch grinsend seinen Mittelfinger zu uns gestreckt hätte. Und schon wieder happy 13.12.!

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass es wirklich ein absolut grandioses und unvergessliches Fußballfest gewesen ist. Den Verletzten wünsche ich hiermit gute Besserung. Die Rechtshilfe Rapid möchte ich in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen. Ladet keine Fotos oder Videos von den Geschehnissen nach dem Spiel im Netz hoch. Wendet euch bitte an die Rechtshilfe Rapid. Alle weiteren Infos hier:



Unsere Liebe, unsere Leidenschaft für den Fußball könnt ihr uns nicht nehmen!!!